Das Ende – Oder ein neuer Anfang?

28. Januar 2021 0 Von DogHaku

Seit März 2020 war ich Mitglied in der Gruppe „Puppies Hamburg“ . Das ist nun vorbei. Hier eine kleine Zusammenfassung meiner Wahrnehmung der Community. Ich versuche mich kurz zu fassen. Wird nicht funktionieren.
Was ist passiert?

Was ist passiert?

Ich bin heute aus der Gruppe „Puppies Hamburg“ ausgetreten. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen scheint es wichtiger zu sein den äußeren Schein der Gruppe zu wahren, weil man nicht möchte das Dinge aus dem Gruppen Chat öffentlich gemacht werden. (Es ging in diesem Fall um absolut ekelhafte, transphobe Kommentare zweier Gruppenmitglieder, die absolut zensiert und anonymisiert auf einem Blog zur Diskussion standen). Zum anderen möchte man scheinbar das diese Gruppe ein geheimer Geheimclub ist. Ja, die Veröffentlichung der Kommentare ist auf meinen Mist gewachsen.

Warum habe ich das gemacht?

Weil nicht genug dagegen getan wird. Es wird ein „wir möchten das nicht“ in die Gruppe gepostet und fertig. Diskussionen mit der Administration dieser Gruppe zeigten sich bereits in der Vergangenheit als Sinnlos. Von mehreren Seiten aus, nicht nur von meiner.

Was hätte ICH denn getan an deren Stelle?

Wenn nicht umgehend eine dicke Entschuldigung gekommen wäre von den betreffenden Personen (und diese nicht schon vorher mehrfach wegen dummen Verhalten aufgefallen wären), wäre das ein permanenter Ausschluss gewesen. So einfach ist das. Es war nicht das erste mal das diese Leute negativ aufgefallen sind.

Was macht man stattdessen?

Anstatt solche Probleme anzugehen und nicht einfach nur wegzudiskutieren, wird sich darüber aufgeregt das so etwas nach außen dringt. Wie sieht denn das aus, das passt nicht zu diesem ehrenwerten Haus (um mal einen gewissen Herrn Jürgens frei zu zitieren). Aber das kennt man ja.

Die „Community“

Die Community ist zersplittert, das ist einfach traurig. Es wird alles als persönlicher Angriff wahrgenommen, es wird sich schnell aufgeregt, anstatt über die Probleme zu diskutieren und zu einer Lösung zu gelangen. In diesem konkreten Fall wäre sie ganz einfach gewesen und hätte gezeigt „Hey, wir sind für alle da. Egal ob Hetero, Bi, Trans, Asexuell, (hier Liste quasi endlos fortführen)“ . Aber das wird nicht getan.

Weil man sich zu bequem ist? Weil man Angst hat das es ein schlechtes Licht auf den neuen eingetragenen Verein wirft? Weil der Schein nach aussen wichtiger ist als das was innen passiert? Kenn ich sonst nur von politischen Parteien, da funktioniert das ähnlich.

Aber es ist doch alles so knuffig und knuddelig?

Ja, ist es. Unter Grüppchen von Mitgliedern die sich zusammengefunden haben und die sich verstehen. Das ist erst mal kein Problem, dass ist ganz normal und auch überall so. Die Probleme sind dann in den Hauptgruppen zu finden. Dort passiert nämlich oft nichts. Und wenn man mal was anstoßen will abseits von knuffig und knuddelig, interessiert es niemanden, oder einem wird gesagt man solle es lassen aus diesen oder jenen Gründen. Man will seine ruhe haben.

Ist das der richtige Weg?

Nein, ist es meiner Meinung nach(!) nicht. Natürlich gibt es immer Grüppchen die sich bilden und ihre eigene Suppe kochen, das ist ganz normal. Man hat unterschiedliche Interessen. Die einen Zocken gerne, die anderen Kochen gerne, die nächsten gehen gerne ins Theater. Alles in Ordnung. Aber: Unter all diesen Dingen sollte man in einer Sache an ein und demselben Strang ziehen: Dem Petplay. Ja auch da gibt es viele unterschiedliche Facetten, aber die sollten alle toleriert und akzeptiert werden. So einfach ist das. Das gleiche gilt für Geschlecht, Sexuelle Präferenzen, Aussehen, Gear was man hat oder eben auch nicht, und und und. ALL DAS, sollte bei dem Bemühen eine Community zu bilden absolut KEINE ROLLE spielen. Wirklich nicht.

Wo ist denn jetzt das Problem?

Es gibt viele kleine Probleme. Zum Beispiel die Durchsetzungsfähigkeit der Administration von den Chatgruppen. Vielleicht liegt es daran das die Gruppen nur wenige Mitglieder haben und man auf Krampf niemanden verlieren will. Das ist der falsche Weg. Ich vergleiche es mal mit einem Chat auf Twitch oder Youtube. Würde dort jemand Zeigen wie er sich zur Drag umstyled und jemand da folgende Kommentare verfasst hätte,ich zitiere: „Sieht ja grauenhaft aus. Kann es nicht nachvollziehen weshalb man sich als Typ schminken muss und Frauenklamotten trägt. Als Gay steh ich auf Typen und nicht irgendwelche halben Weiber“, oder auch „Wie beim Auto was einen Unfall hatte, mit genug Spachtelmasse und Farbe bekommt man alles wieder Schick“ . Es wäre mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit ein sofortiger permanenter Ausschluss aus dem Kanal geworden, und im Falle von Twitch könnte man sogar Platformweit gesperrt werden dafür.

Und das ist einfach SO traurig. Das man auf Twitch und Youtube sogar härter durchgreift, als in einer Gruppe, die SELBST aus diesen Minderheiten besteht die sich ständig der Diskriminierung ausgesetzt sehen, und sich SELBST DORT nicht sicher sein können nicht beleidigt zu werden.

DAS MUSS EIN ENDE HABEN!

Ich bin nicht traurig das ich da raus bin, ich habe Kontakt zu vielen netten Wuffeln aus der Gruppe. Ich bin traurig das die Community so gehandhabt wird. Ich bin traurig für transsexuelle Menschen die in der Gruppe sind, solche Kommentare lesen, und merken es wird nichts getan. Und Angst haben laut zu werden. Weil gerade solche Menschen schon genug Anfeindungen ertragen müssen, da schweigt man in der Gruppe lieber damit man seine Ruhe hat. Kann ich auch irgendwo verstehen.

So das musste ich mal rauslassen. Ist sehr lang geworden, zu lang für Telegram oder sonst was. Darum danke ich Gerry an dieser Stelle für ein Plätzchen auf seinem Blog. Er hat an diesem Beitrag nicht mitgewirkt, es sind meine Worte und meine Meinungen und Wahrnehmungen die hier wiedergegeben wurden.